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Der Verfahrenswert einer Ehesache bemisst sich neben dem dreifachen Nettoeinkommen der Eheleute auch nach dem Vermögen.

OLG Hamm, Beschluss vom 08.01.2019, Az. 9 WF 232/18

 

Der Verfahrenswert einer Ehesache bemisst sich nach dem dreifachen Nettoeinkommen der Beteiligten zuzüglich ihres Vermögens. Dieses Vermögen ist vorab um einen Freibetrag in Höhe von 30.000,00 € pro Ehegatte zu bereinigen und mit 5 % in die Berechnung zum Verfahrenswert einzustellen.

 

Zum 01.01.2019 haben sich die Beträge im Rahmen des Kindesunterhaltes erhöht. Der Mindestunterhalt für das erste und zweite Kind beträgt nunmehr in der ersten Altersstufe (0-5 Jahre) 257,00 €, in der zweiten Altersstufe (6-11 Jahre) 309,00 € und in der dritten Altersstufe (12-17 Jahre) 379,00 €.

Diese Beträge ändern sich wieder ab dem 01.07.2019 auf 252,00 €/304,00 €/374,00 € durch die Erhöhung des Kindergeldes auf 204,00 €.

 

 

Aus einem Umgangstitel kann nicht mehr vollstreckt werden, wenn sich nachträglich neue Umstände ergeben, die gewichtige Anhaltspunkte dafür bieten, dass der zu vollstreckende Umgangstitel nicht dem Kindeswohl entspricht und ein darauf gestützter Abänderungsantrag bereits bei Gericht anhängig ist.

OLG Naumburg, Beschluss vom 23.11.2018, Az. 4 WF 135/17

 

Grundsätzlich findet eine Überprüfung eines vollstreckungsfähigen Titels zum Kindesunterhalt im Vollstreckungsverfahren nicht mehr statt. Ausnahmsweise ist jedoch die Vollstreckung eines solchen Titels ausgeschlossen, wenn sich später Umstände ergeben, die einen Antrag auf Abänderung der ursprünglichen Regelung rechtfertigen.